Thailandreise 2025 - Reisebericht
Es ist wieder soweit. Die Planung für unsere diesjährige Inspektionsreise nach Thailand steht. Am 04. März geht es los. In den folgenden vier Wochen erwartet uns ein umfangreiches Programm.
Auch dieses Jahr haben wir uns fest vorgenommen, euch möglichst täglich an unseren Erlebnissen teilhaben zu lassen. Hin und wieder wird dies wahrscheinlich nicht möglich sein, aber wir werden alle Erlebnisse rückwirkend dokumentieren. Wo es zeitlich eng wird, planen wir zumindest auf Instagram https://www.instagram.com/lebenswert.thailand/ und auf WhatsApp das eine und andere Foto zu posten.
04.03.2024: Abflug aus Hamburg
Wir fliegen um 08:15 von Hamburg über Helsinki nach Bangkok. Dort kommen wir am 05.03. um 06:00 morgens an und fahren erst einmal nach Samut Prakan.
05.03.2025: Ankunft in Bangkok
Wir sind gut in Bangkok angekommen, wo Khun Nok und Khun Chu Chart bereit auf uns gewartet haben. Nachdem das Gepäck verstaut ist, geht es wie geplant nach Samut Prakan. Dort haben wir Nick getroffen, den wir als neuen Junior im Team aufgenommen haben. Am späten Nachmittag fahren wir schließlich in unser Hotel in Bangkok, wo wir reichlich übermüdet ins Bett fallen.
06.03.2025: Letzte organisatorische Vorbereitungen in Samut Prakan
Heute geht es ganz gemütlich los. Nach dem Frühstück haben wir einen Termin mit unserer Ansprechpartnerin für das Hotel, die zuverlässig und schnell unsere Anliegen regelt und die wir bisher noch nie persönlich getroffen haben. Anschließend geht es noch einmal nach Samut Prakan, um ein paar organisaorische Dinge zu regeln, bevor wir die nächsten zwei Tage mit zweien unserer besten Guides, Khun Nui und Khun Bo, in Bangkok schauen, ob es noch etwas Neues zu entdecken gibt. Khun Jum, die Dritte dieses eingeschworenen und außergewöhnlichen Trios kann leider nicht dabei sein.
07.03.2025: Neue Geheimtipps in und um Bangkok
Gegen 09:30 werden wir im Hotel von den beiden Guides und dem Fahrer Khun Sorn abgeholt. Mit dabei sind dieses Mal Ilka und Tilo. Die beiden sind bereits mehrfach mit uns verreist, wodurch sich inzwischen eine sehr gute Freundschaft entwickelt hat. Die beiden begleiten uns fortan auf unserer gesamten Reise.
Bo und Nui haben eine neue Lokation in Samut Prakan, südostlich von Bangkok für unseren Ausflug ausgesucht. Die Region ist touristisch wenig bis gar nicht bekannt. Wir parken am Wat Bang Pli, einem großen und bekannten Tempel in dieser Region. Bereits im Tempel gibt es mehrere Verkaufsstände mit lokalen Spezialitäten, die zu probieren sich lohnen. Anschließend geht es mit einem Longtail-Boot durch die Klongs. Hier gibt es noch viele der typischen Fischfangnetze, die am Gestell ins Wasser abgesengt werden. Anschließend erkunden wir den Old Market von Bang Pli, wo wir viele lokale Spezialitäten zu essen bekommen.
Nach einem leichten Mitttagessen gönnen wir uns eine sehr gute, zweistündige Thai-Massage. Total entspannt geht es schließlich zum letzten Tagesziel. Unser Lieblings-Nachtmarkt wurde leider von chinesischen Reisegruppen entdeckt. Da diese ausschließlich chinesische Speisen essen, haben viele der thailändischen Garküchen entschieden, zu einem anderen Markt zu wechseln. Dieser ist bedeutend größer und das Angebot an unterschiedlichen Speisen ebenfalls. Dennoch vermissen wir die sehr spezielle Atmosphäre, die der ursprüngliche Nachtmarkt hatte.
08.03.2025: Bangkok-Tour "Harmony Retreat" und Weiterreise nach Phitsanulok
Heute unternehmen wir die zweite Tour in Bangkok. Auf Grund unseres Weiterfluges nach Phitsanoluk am Abend, haben wir für Ilka und Tilo unsere Tour "Harmony Retreat" ein wenig modifiziert. Zunächst geht es mit dem Longtailboot auf dem Chao Phrao entlang. Dann biegen wir in immer kleiner werdende Klongs ab, bis wir schließlich eine kleine Community erreichen, wo wir einen Kochkurs erhalten. Hinter dem Haus gibt es einen Bio-Garten, wo wir eine Einweisung erhalten und dann die Zutaten für das Essen pflücken. Dazwischen entdecken wir auch einen Kannabisbaum und köönnen uns nicht verkneifen, ein kleines Büschel des Krauts mitzunehmen.
Allerdings wurde es bei der Zubereitung der Speisen dummerweise vergessen. Doch wir haben auch ohne das einen Riesenspaß. Anschließend genießen wir noch eine Fußmassage, bevor es zum Flughafen und weiter nach Phitsanoluk geht. Dort erwarten uns Nui und Kai bereits und nachdem wir im Hotel eingecheckt haben, feiern wir unser gemeinsames Wiedersehen mit einem leckeren Abendessen.
09.03.2025: Von Phitsanulok nach Ban Mung
Nachdem wir gestern Nacht noch die Jazz-Bar in der Nähe des Hotels ausprobiert haben, starten wir heute etwas gemütlicher in den Tag. Unser erstes Ziel ist der Wat Phra Sri Mahathat, unter Thais besser als Phra Buddha Chinnarat bekannt. Hier befiindet sich das schönste Buddhabild in Thailand, das für die meisten anderen Buddha-Bildnisse in Thailand Pate gestanden hat. Eigentlich gibt es hier noch eine schöne Möglichkeit, eine Fabrik bzw. Manufaktur zu besuchen, die kleine Buddha-Bildnisse z.B. als Amulett herstellen. Doch es ist Sonntag und geschlossen, deshalb geht es nach einer frischen Kokosnuss weiter nach Ban Mung.
Die Region wird von Kalksteingebirgen geprägt, die eine wunderschöne Landschaft entstehen ließen. In Ban Mung mussten wir uns entscheiden, ob wir auf eine Quadtour gehen oder mit einem der typischen Gefährte eine Sighseeingtour mit ein paar regionalen Aktivitäten unternehmen. Wir haben uns für für die zweite Variante entschieden. Der Motor dieses Vehikels ist der Namensgeber für die vielen Tuk Tuks in Thailand, da das Motorengeräusch originial tuk tuk tuk tuk ...ist. Wir sehen uns das kleine Dorfmuseum an, so weit man es Museum nennen kann, und besuchen anschließend eine ältere Frau. Sie ist für die Zubereitung des Klebreis mit schwarzem Sesam im Ort zuständig. Eine schweißtreibende Angelegenheit, weshalb zu den Zutaten neben Klebreis, schwarzem Sesam und Salz auch eine gewisse Portion Schweiß gehört.
Danach fahren wir zum Gebirge und besuchen einen Höhlentempel, genauer sind es zwei Höhlen, in denen jeweils ein Mönch lebt. Leider haben wir eine schlechte Zeit erwischt, da die Moskitos sehr aktiv werden und wir schnell die Flucht ergreifen. So können wir gemütlich noch ein wenig am Gebirge entlang fahren, wo an einigen Stellen Freeclimbing praktiziert werden darf. Auf einer Dachterrasse warten wir schließlich mit einem Sundowner auf das größte Ereignis dieser Region. Gegen 19:30 ist es schließlich soweit und riesge Schwärme von Fledermäusen verlassen ihre Höhlen. Leider ist es inzwischen schon sehr dunkel geworden, so dass es schwierig ist, gute Bilder von dem Ereignis zu machen.
10.03.2025: Die Highlights von Khao Ko
Wir fahren in die Region Khao Kho und besuchen als erstes den Sakunothayan Botanic Garden. Während der Wasserfall nach Ende der Regenzeit recht gewaltig daherkommt, gibt er sich zurzeit sehr zahm. Wir werden uns deshalb für diese Reisezeit eine interessantere Alternative einfallen lassen. Es gibt ja genug zu erleben .
Im Botanischen Garten haben wir zahlreiche Bäume mit Ameisen-Nestern entdeckt. Wer es noch nicht wusste, in Thailand bauen die Ameisen ihre Nester in den Bäumen. Insbesondere in Nordthailand und im Isaan, dem Nordosten von Thailand sind sie als Speise sehr begehrt. Einige unserer Gäste durften sie im Rahmen einer Rundreise in einem der authentischen Thai-Restaurants bereits probieren. Hin und wieder sieht man Männer wie Frauen bei der Ernte solcher Nester. Ein Unterfangen, bei dem man sich auf zahlreiche Ameisenbisse einstellen muss, da diese ihre Eier sehr energisch verteidigen.
Vom Sakunothayan Botanic Garden geht es weiter nach Baan Salanghaen. Dort lebt die größte Gemeinschaft der Hmong, eine Ethnie, die ursprünglich aus China nach Thailand eingewandert ist. Wir schauen uns ein wenig im Dorf um und fahren anschließend auf den Wochenmarkt. Dort gibt es viele lokale Spezialitäten und sogar Goldene Bananen, von denen wir dachten, dass es sie nur in einer bestimmten Region von Myanmar gibt. Viele der traditionell gekleideten Frauen benutzen für ihre Einkäufe keine Taschen, sondern handgefertigte Körbe, die sie auf dem Rücken tragen. Eine Form des nachhaltigen Einkaufens, die sich in Deutschland wahrscheinlich nicht als Trend etablieren lässt. Abends fahren wir noch in den Nationalpark, um eine Nachtsafari zu unternehmen. Mit dabei ist Nong Praow, unser jüngster und süßester Guide. Sie ist richtig gut darin, die Augen der Tiere zu entdecken und kennt sich mit den einzelnen Tieren bereits gut aus. Heute bekommen wir sehr viele Hirsche zu sehen. Häufig kann man auch beobachten, wie Wölfe einen Hirsch jagen. Ein Wolf hat sich dieses Mal jedoch nicht blicken lassen.
11.03.2025: Die Schmetterlinge von Bang Rachan
Wir haben die Nacht in einem kleinen, sehr schönen und außerordentlich gut gepflegtem Resort verbracht. Die Inhaberin und ihre Mitarbeiter sind ausgesprochen freundlich und haben uns Speisen von ihrer Biofarm serviert. Nur ungern verlassen wir diesen Ort, wo man gut einen weiteren, entspannen Tag verbringen kann. Doch unser nächstes Ziel wartet. In Bang Rachan unternehmen wir eine Kanutour zu einem besonderen Ort. Nur in der Zeit von März bis Ende April bietet der Fluss gleich zwei Schauspiele. Zum einen gibt es dort kleine Quallen in der Größe eines Euro-Stücks. Wenn ihnen das Wasser zu warm wird,fangen sie an zu tanzen, indem sie nach oben an die Oberfläche steigen und wieder absinken. Leider war die Nacht sehr kalt und damit auch das Wasser, zumindest am Vormittag. Das zweite Highlight sind über 200 Schmetterlingsarten, die zu beobachten sind. Insbesondere an einer Stelle des Flusses versammeln sie sich und können in voller Pracht bewundert werden.
Danach geht es weiter zum riesigen Wat Pha Son Kaew. Unterwegs machen wir Halt an einem Viewpoint und an einem kleinen Militärmuseum. Der Hügel von Khao Ko war in den 1970er Jahren von Kommunisten und Königstreuen heiß umkämpft und so haben wir eine 30minütige Geschichtsstunde eingelegt. Kai, der damals seinen Wehrdienst leisten musste, hat viele seiner Freunde an diesem Hügel verloren.
Der Wat Pha Son Kaew ist eine junge Tempelanlage. Der Mönch hat es verstanden, seine architektonischen Vorstellungen wirtschaftlich zu vermarkten, indem er die Tempelanlage zu einem Magneten für Thais und auch Burmesen entwickelt hat. Dazu gehört natürlich eine passende Geschichte, die abgekürzt ungefähr so geht, dass er bei intensiver Meditation seine architektonischen Eingebungen bekommt und diese dann mit viel Geld der Gläubigen umsetzt. Was mit dem Hauptgebäude begonnen hat, wächst ständig weiter und das nächste, größere Bauwerk ist bereits in Vorbereitung. Manche Sachen sind auch ungewollt witzig. So sieht der Dämon aus der richtigen Perspektive wie ein "Angry Bird" aus ;-)
12.03.2025: Der Skywalk am Mekong River
Wir fahren weiter Richtung Osten nach Chiang Kahn. Auf dem Weg dorthin ist unsere erste Station der Wat Yai Kok Ngiew. Dort wurde kurz vor Covid ein 80 Meter hoher Skywalk direkt am Mekong River gebaut. Das Besondere dieses Skaywalks ist, das der Boden aus Glas ist. Nicht alle Besucher schaffen den Rundgang unbeschwert und so können auch wir die eine und andere Besucherin beobachten, die sich ängstlich am Geländer festkrallend, langsam vorwärts bewegt. Auf der anderen Seite des Mekong liegt bereits Laos und einige der Besucher kommen auch von dort. Das erklärt, warum viele Hinweisschilder zweisprachig bzw. dreisprachig gehalten sind, Thai, Laaotisch und Englisch.
Anschließend fahren wir weiter in ein Dorf der Thai Dam. Die Volksgruppe stammt ursprünglich aus Vietnam und ist in mehreren Etappen nach Thailand emigriert. Obwohl sie ihre Kultur und Lebensweise bis heute bewahrt haben, haben sie sich inzwischen vollständig in Thailand integriert und Familienmitglieder haben in der Vergangenheit Thailänder/innen geheiratet. Dort angekommen, unternehmen wir zunächst eine Rundtour durch das Dorf und sind angenehm berührt, dass so gut wie jeder Dorfbewohner uns zulächelt und winkt. Unterwegs machen wir an einer Weberei halt, die für den internationalen Export ihre Waren herstellt, darunter auch große, internationale sowie exklusive Modemarken. Heute hatte das Dorf außerdem Besuch von einer Touristengruppe aus Vietnam. Deshalb waren viele der Community versammelt, um ihre Kultur vorzustellen. Als wir am Versammlungsplatz ankommen, sind die Vietnamesen bereits wieder weg, aber die traditionell gekleideten Frauen sind noch dort. Wir haben viel Spaß miteinander, lassen uns das Laufen mit Stelzen beibringen sowie ein, zwei Tänze und so einiges mehr.
Auf der Weiterfahrt entdeckt Khun Kai eine kleine Gruppe von Honigsammlern. Wir stoppen, da sowohl Kai als auch Martin Honig lieben. Die Drei haben gerade Honigwaben frisch geerntet und wir sehen, dass er von den "kleinen" Bienen stammt. Diese sind recht selten und produzieren einen sehr guten, leckeren und nicht ganz so süßen Honig. Wir kaufen eine kleine Wabe und dann geschieht das, was wir in Thailand immer wieder erfahren. Die drei Honigsammler schneiden ein großen Stück einer weiteren Wabe ab und schenken sie uns. Menschen, die selbst nicht viel haben, freuen sich, Fremden ein Geschenk machen zu können. Wir revanchieren uns, verabschieden uns freundschaftlich und sind happy über den Honig. In Chiang Khan entscheiden sich Ilka und Tilo für eine entspannte Zeit am Pool, bevor wir uns für einen Bummel über die Walkingstreet wieder treffen. Wir anderen unternehmen noch eine Fahrradtour am Mekong entlang.
Obwohl die Fahrräder für Europäer ein Alptraum sind, da offensichtlich nur für Kindergrößen ausgelegt, macht die Tour viel Spaß. Hier gibt es den ersten, uns bekannten Fahrradweg in Thailand, obwohl er selbstverständlich auch von Fußgängern, Joggern und Mopeds benutzt wird. Wir sind ja immer noch in Thailand ;-) Unterwegs genießen wir viele Flussimpressionen und begegnen einem Mönch, der gerade den Weg fegt. Als wir anhallten, um ein Foto zu machen, legt er leider sein Handy und die Ohrstöpsel zur Seite. Wir gehen auf das Tempelgelände und erfahren, dass morgen eine wichtige Zeremonie stattffinden wird. Da dieser Tempel die Glaubensrichtungen Buddhismus und Brahmanismus vereint, wird die Zeremonie sicherlich interessant. Wir sind froh, durch Zufall von dieser Gelegenheit erfahren zu haben und passen spontan das Programm für den morgigen Tag an.
Nach einer schnellen Dusche treffen wir uns mit den anderen, um über die Walkingstreet zu schlendern und etwas zum Abendessen zu finden. Wir parken am Tempel (einem anderen) und können beobachten, wie eine Gruppe von Kindern bis zu Senioren gemeinsam ein paar Tänze für ein ansgtehendes Fest einstudieren. Unser Spaziergang durch die Walkingstreet ist leider etwas enttäuschend, sowohl was das Angebot der Garküchen als auch der Straßenmusikanten betrifft. Wir wussen bereits, dass die Menschen in dieser Region im Gegensatz zu uns gern Schwein essen. Aber dass es fast nichts anderes gibt, war doch einigermaßen überraschend. Wir entdecken schließlich doch noch die eine und andere, leckere Kleinigkeit und entscheiden, im Restaurantgarten des Hotels einen Absacker zu trinken.
13.03.2025: Das Tempelfest
Statt den Mönchen morgens zuzusehen, wie sie ihre täglich Essensspende sammeln, fahren wir zur Tempel-Zeremonie. Der wichtigste Akt der Zeremonie ist, dass der Schlange die Augenbedeckung entfernt wird. Doch was wäre Thailand ohne den Glauben an glücksbringende Zahlen und so schreibt der Mönch viele Papiere mit Zahlen voll, die allerdings verbrannt werden. Dafür wird am Rande des Geschehens eine Glücksnummer für die Menschen präsentiert. Und während sich alle darum kümmern, wird parallel völlig unbemerkt von den meisten, der Schlang die Augenbinde abgenommen. So weit dazu, was wichtiger ist, der Buddhismus oder die Jagd nach wirtschaftlichem Glück - man muss sie einfach liebhaben :-)
Ach ja, natürlich steigt der Preis für Loterrie-Lose, die die Nummer beinhalten bei den zahlreich anwesenden Losverkäufer um das Dreifache.
Während des Festes spielt eine Musikergruppe auf traditionellen Instrumenten live, was in Thailand nur noch selten zu beobachten ist. Der Zeremonienmeister spricht zwar Thai, aber in einer Betonung und Stimmlage, die selbst Bee erst vermuten lässt, dass es sich um eine andere Sprache handelt. Auf jeden klingt es sehr imposant. Sehr schön sind auch die beiden Tänzerinnen, die alte, thailändische Tänze aufführen. Wer meinen WhatsApp-Accaount verfolgt hat, konnte hierzu auch ein sehr schönes Video sehen.
Nich weit vom Tempel entfernt ist eine Kokosnussverarbeitung. Dort wird das Kokosnussfleisch zu leckeren Snacks verarbeitet. Anschließend fahren wir weiter Richtung Phu Lam Duan.
Auf dem Weg dorthin wartet bereits ein Farmer und zugleich Englischlehrer auf uns, der uns mit einer Art Traktor den Berg hinauffährt. Das Gefährt ist auf ebener Strecke langsamer als ein Fußgänger, schafft aber erstaunliche Steigungen. Oben angekommen, genießen wir einen sehr schönen Blick über den Mekong und wandern über den "Low-Cost-Skywalk".
So langsam wird es Zeit, eine Kleinigkeit zu essen und so fahren wir zu einem kleinen Nudelsoup-Laden, der von zwei entzückenden, älten Schwestern betrieben wird. Kai hatte hier letztes Jahr seine Wasserflasche aus Metall stehen lassen und war nicht wenig erstaunt, als ihm die Schwestern die Flasche aushändigten. Die Ehrlichkeit und das Sozialverhalten der Menschen versetzt uns immer noch in Erstaunen. Danach fahren wir noch ein wenig den Mekong entlang und unternehmen eine kleine Bootstour, auf der wir die Fischer bei ihrer Arbeit beobachten.
14.03.2025: Local Life bei den Ban Wan Nam Mok
Heute fahren wir zu einer Community, die die Lebensweisen der nördlichen Lanna- und der aus Vietnam eingewanderten Xan Chang-Kultur vereinen. Sie vermitteln ihre Kultur Schüler- und Studentengruppen, die aus Thailand und Vietnam hierher anreisen sowie vereinzelten Touristen. Wir werden freundlich empfangen und lernen als erstes, dass auch die Kinder bereits ersgt Pflichten wie Kaffee kleinstampfen, übernehmen müssen. Das natürlich außerhalb der Schulzeiten. Wir bekommen ein paar Spezialitäten in Form von Snacks und Getränke auf Basis Ananas gereicht, die sehr lecker sind. Anschließend können wir nicht nur beim Weben zusehen, sondern können uns selbst daran versuchen. Allerdings sind die Geräte nicht für die Größe von Ausländern konzipiert und so muss ich den Versuch aufgeben, während es Ilka und Tilo doch noch mit einigen Verrenkungen hinbekommen. Und es macht Spaß, die eine und andere Bahn zu weben. Außerdem bereiten wir unseren eigenen Papayasalat zu und bekommen ein sehr gutes Mittagessen serviert.
Da heute noch eine Schülergruppe anreist, brechen wir nach dem Mittagessen auf und nehmen viele Ideen mit, die in dieser Community für unsere Gäste umgesetzt werden können. Die nächste Station ist eine Rum-Brennerei, die ein Australier mit seiner Frau aufgebaut hat. Wir lassen es uns nicht nehmen, ein kleines Rum-Tasting zu machen. Allerdings müssen wir feststellen, dass der Rum noch einigen Feinschliff vertragen kann, da er eher wie ein sehr starker Trester rüberkommt. Gegen Abend erreichen wir schließlich Nong Khai unnd gehen zur Foodstreet, um noch etwas zu Abend zu essen.
15.03.2025: Weiterreise nach Luang Prabang in Laos
Wir fahren zur Grenze nach Laos. Der Grenzübertritt erweist sich als unkompliziert, nicht zuletzt dank der Unterstützung unserer lokalen Fahrer auf Thaiseite als auch auf Laos-Seite. Von dort geht s zum Flughafen von Vientiane, um mit Laos Airline nach Luang Prabang zu fliegen. Wir sind erstaunt und amüsiert, als wir endlich verstehen, dass für den Fußweg über das Flugfeld zum und vom Flieger Sonnenschirme bereitgestellt werden, damit ja niemand auf der kurzen Strecke Gefahr läuft, braun zu werden.
Das Resort in Luang Prabang ist toll, schöne gepflegte Anlange und Bungalows, guter Service, kostenloser Transfer ins Zentrum und leckeres Frühstück.
In Luang Prabang haben wir einen lokalen engagiert, der uns bei der Erkundung unterstzen soll. Zu unserer größtn Verwunderung wird uns ein junges und unerfahrenes Mädchen zur Verfügung gestellt, die zudem kein Wort Englisch kann. Außerdem versucht sie wiederholt, uns zu den klassischen, massentouristischen Spots und Restaurants zu bringen, wo den Guides Kick-Backs bezahlt werden. Wir sind stinksauer und klären, dass es morgen definitiv anders laufen muss. Sie erzählt uns, dass morgen noch ein anderer Guide dazukommt, der Englisch kann. Wir lassen es erst einmal darauf beruhen und verabreden uns zum Abend, um auf den Nachtmarkt zu gehen.
16.03.2025: Die City und die Höhlen von Luang Prabang
Der Wecker geht bereits kurz vor fünf Uhr morgens und damit deutlich zu früh. Wir fahren zur Straße mit den 13 Tempeln, wo die morgentliche Essenspende an die Mönche stattfindet. Natürlich ist es wieder der Spot, wo alle sind. Das Bild zeigt übrigens einen anderen, untouristischen Ort, den es auch gibt. Nur mal wieder nicht für uns. Der neue Guide ist tatsächlich mit dabei und spricht ein ausgezeichnetes Englisch. Nachdem die Zeremonie vorbei ist, gehen wir auf den nahe gelegenen Morgenmarkt. Als wir ankommen, ist die Welt noch in Ordnung. Das Erlebnis hält leider nur für ein paar Minuten an und dann sind sie auch schon da, die Horden an chinesischen Gruppen.
Nach dem Frühstück im Hotel teilen wir uns auf. Die einen schauen sich den Palast und heutiges Museum an, die anderen gehen mit dem neuen Guide auf Tour durch die Straßen von Luang Prabang. Wir gehen tatsächlich ein paar Wege abseits der Touristenmassen und lernen Luang Prabang von der schöneren Seite kennen. Dabei begegnen wir einem kleinen Jungen, der gerade eine Süßigkeit löffelt und uns davon probieren lassen will - süß! Als wir weitergehen, kommt er hinterher und hängt sich ans Bein. Es bahnt sich eine unzertrennliche Freundschaft an ;-)
Allerdings trifft das Programm noch immer nicht ganz unsere Erwartungen. Gegen Mittag treffen wir wieder mit den anderen zusammen und fahren schon wieder zu einem Shop. Uns platzt der Kragen und wir vereinbaren, dass Ilka und Tilo mit dem neuen Guide noch einmal Luang Prabag erkunden während wir anderen erst einmal etwas essen möchten, um anschließend zur Höhle zu fahren. Wir werden wieder zu einem typischen Touri-Restaurant gebracht und verzweifeln langsam an unserem weiblichen Guide. Wir steigen erst gar nicht aus und versuchen es mit einer noch einfacheren Erklärung, was wir erwarten. Daraufhin fahren wir zu einem Restaurant, das seine Essensplätze in den Fluss hineingebaut hat. Eine schöne Idee, wenn da nicht ...
Na klar gibt es auch hier einen Haken. Denn es ist Sonntag und viel los und die Küche schafft den Ansturm nicht. Beziehungsweise ist das Konzept, dass die Laoten den ganzen Tag hierher kommen, trinken, baden und von Zeit zu Zeit ihr Essen bekommen, wenn es irgendwann fertig ist. Das war auch unserem Guide bekannt. Nach knapp 1,5 Stunden Wartezeit haben wir die Aktion schließlich abgebrochen und sind zu der Höhle aufgebrochen.
Wir kommen schließlich zum Bootsanleger. Ach ja, uns ist bewusst, dass auch die Caves ein Ziel sind, dass wir unseren Gästen, die diese Tour zukünftig unternehmen, nicht zumuten werden. Von daher trifft der Spot diesmal tatsächlich unsere Erwartungen. Die Bilder sind gut abgepasst, so dass die Menschenmassen nicht zu sehen sind. Dafür bekommt ihr einen ungetrübten Eindruck von den Spots.
Am Abend tauschen wir uns mit Ilka und Tilo aus und erfahren, dass der Guide gut ist und auch erzählt hat, was er persönlich anders machen würde. Allerdings ist er nur als Freelancer dabei und hat sich den Anweisungen zu fügen. Das werden wir morgen klären.
17.03.2025: Die Umgebung von Luang Prabang
Bevor wir aufbrechen, fragen wir noch einmal nach dem Tagesprogramm. Der Vorschlag ist wie erwartet. Doch diesmal gibt es ein Acht-Augengesprächh mit den beiden Guides, Bee und mir. Mit den informationen von Ilka und Tilo zu dem englischsprachigen Guide machen wir unmissverständlich deutlich, dass wir den Tag gleich von Beginn abbrechen werden, wenn diesmal nicht unseren Erwartungen entsprochen wird. Wir wenden uns an AK und fragen ihn nach alternativen Möglichkeiten. Da er uns versteht, erklärt er der Frau die Situation, die ihm schließlich die Gestaltung dieses Tages überlässt. Wir vereinbaren den weiteren Ablauf und sind hoffnungsvoll gestimmt. Wir belassen es für den Morgen bei dem Besuch von Mount Phousi, da um diese Zeit nur wenig los ist, im Gegensatz insbesondere zum Sonnenuntergang. Für den Aufstieg wählen wir schon einmal einen anderen Weg, der auch von den Mönchen genutzt wird. So kommen wir recht entspannt oben an, während die noch wenigen anderen Besucher von der üblichen, beschwerlichen Route merklich gezeichnet sind. Der Anfang lässt sich somit gut an. Und AK hat auch viel zu erzählen, sowohl zu den einzelnen Sehenswürdigkeiten als auch zur politischen und wirtschaftlichen Situation im Land.
Gegen Mittag sind wir auf der Straße, die die Verlängerung des täglichen Nachtmarktes bildet und wo sich viele, hübsche Restaurants befinden. Wir beschließen spontan, in einem von ihnen eine Kleinigkeit zu essen. Die Speisen sind zwar auf den Gaumen westlicher Gäste ausgerichtet, aber dennoch ganz lecker.
Danach wird es spannend, da wir Luang Prabang verlassen und die originalen Tourvorstellungen von AK kennenlernen. Um es vorwegzunehmen, wir werden nicht enttäuscht. Das Ziel sind zwei Dörfer, die nicht auf dem Zettel der örtlichen Touranbieter und Tuk Tuk-Fahrer stehen. Wir lernen ein Dorf der Hmong und eines der Khmu kennen. Die Menschen sind freundlich und offenherzig, insbesondere die Kinder. Es ist gerade Schulzeit und wir dürfen einen Blick in die vier Klassen werfen. Als wir im örtlichen Laden ein paar Süßigkeiten kaufen, um uns über die Kinder für den warmherzigen Empfang zu bedanken, haben wir uns die Begeisterung der Kids gesichert. Weiterhin lernen wir einen Musiker des für die Hmong typischen Musikinstruments kennen. Die Fertigkeit des Musizierens und Tanzens wird in der Familie weitergegeben. Der Vater erzählt uns, dass die Musik immer nur in Verbindung mit einem Tanz gespielt werden darf. Der Tanz selbst ist eine sportliche Herausforderung, da viele Bewegungen in der Hocke und auf den Fußaussenkanten stattfinden, was eine extreme Belastung für die Bänder darstellt.
Unser Resümee für Luang Prabang
Wie in jedem neuen Land, das wir für unsere Touren erstmals erkunden, wiederholt sich Vieles auch hier in Laos. Das Kunststück ist, gute Guides zu finden, die verstehen, was wir erwarten und auch bereit sind, es umzusetzen. Während die Frau ein Musterbeispiel dafür ist, was Touristen üblicherweise bei ihrem Besuch erwartet, hat AK gezeigt, dass es auch gute, erfahrene Guides gibt.
Die Einheimischen in Luang Prabang und Umgebung sind ausgesprochen freundlich und offenherzig, wodurch wir uns sehr wohl gefühlt haben. Obwohl wir durch unseren weiblichen Guide viel Zeit verloren haben, konnten wir dennoch einen guten Eindruck gewinnen und die vielen, schönen Möglichkeiten für eine gute, mehrtägige Tour in und um Luang Prabang erkennen. Jetzt gilt es nur noch, die Touren richtig auszuarbeiten, organisatorische Dinge abzusichern und die geeigneten Guides zu finden. Wir sind guter Dinge, dass uns dies gelingen wird. Allerdings werden wir unsere Vorbereitungen im kommenden Jahr noch einmal persönlich absichern müssen, bevor wir guten Gewissens unsere Gäste hierher bringen können.
18.03.2025: Weiterreise nach Bangkok
Nach einem letzten Frühstück auf dem Balkon unseres Bungalows fahren Ilka, Tilo, Bee und ich zum Flughafen. Nui und Kai fahren mit dem Zug zurück nach Vientiane, um das Auto abzuholen und auf der Rückfahrt noch ein paar Möglichkeiten auf der Route entlang des Mekong zu prüfen.
In Bangkok müssen wir eine Übernachtung einfügen, da unser Flug in den Süden erst am kommenden Morgen geht. Wir haben uns ein schönes und komfortables Hotel in der Nähe des Flughafens ausgewählt. In Fußreichweite gibt es eine große Mall, so dass wir noch ein paar Besorgungen machen können. Außerdem lädt der Pool zu ein paar entspannte Stunden ein.
19.03.2025: Auf zur Insel Koh Libong in der südlichen Andaman See
Es ist noch ausreichend Zeit, um gemütlich zu frühstücken, bevor es zum Flughafen geht. Unser Flugzeug hat eine sehr schöne Bemalung in Form einer Vogelschnauze und sorgt noch vor dem Start für gute Laune. Wir sind etwas zu früh am Flughafen, dürfen aber in die Lounge. Dort gibt es zu unserer Überraschung eine recht breite Auswahl an zudem recht passabel schmeckenden Speisen und Snacks. Der Flug verläuft ruhig und am Zielflughafen wartet unser Fahrer bereits uns. Schnell ist das Gepäck verstaut und wir fahren ca. 45 Minuten zum Bootspier. Das Boot hat eine angenehme Größe, da ich eher mit einem der kleineren, klassischen Longtails gerechnet hatte. Der Tag läuft bisher gut. Am Pier auf der Insel geht ebenfalls alles reibungslos und schnell vonstatten und nach wenigen Kilometern auf die andere Inselseite kommen wir schließlich in unserem Resort an.
Das Resort ist gut gepflegt, ist sehr grün und neben den Bungalows gibt es ein paar zweistöckige Gebäude, die allerdings in dem vielen Grün nicht unangenehm auffallen. Das Hotelkonzept ist ebenfalls wohlüberlegt, da die Gäste mit und ohne Kinder jeweils ihre eigenen Bereiche haben. Es gibt sogar zwei Pools, so dass sich niemand gestört fühlt . Die Ausstattung der Bungalows ist komfortabel und geschmackvoll. Ankommen und wohlfühlen klappt hier vorzüglich. Der Strand selbst ist mit kleinen Kieseln durchsetzt.Sicherlich gibt es schönere Strände in Thailand , aber das Gesamtpaket ist einfach rund, so dass man hier mehrere Tage entspannten Badeurlaub genießen kann.
20.03.2025: Zeit für schnöde Dinge
Bereits beim Frühstück zeigt sich der Himmel nicht gerade von seiner schönsten Seite. Schließlich fängt es an zu regnen. Von wergen "Sunny Thailand" :-( Allerdings muss ich dadurch nicht dauern neidvoll nach draußen schauen, während ich die letzten Tage des Reiseblogs nachtrage und ein paar Mails bearbeite. Hat halt alles auch sein Gutes. Am Nachmittag klart es auf und wir können ein Schauspiel der eigenen Art beobachten. Es kommen einige Gäste mit dem Longtailboot direkt zum Strand vor dem Hotel. Nachdem sie ausgestiegen sind, besteigen Abreisende mit ihrem Gepäck das Boot.
Offensichtlich sind sie aber zu schwer, so dass das Boot nicht mehr vom Strand wegkommt. Also heißt es aussteigen und gemeinsam schieben. Das ist das Schöne an Thailand, es gibt immer wieder kleine, amüsante Geschichten. Schwer begeistert sind wir von der Offenheit und Ehrlichkeit der Einwohner hier. Bereits bei der Willkommensrede erzählen sie uns von den Möglichkeiten, wie z.B. dem Mieten eines Motorbikes und weisen gleich darauf hin, dass die Preise außerhalb des Hotels günstiger sind. Als wir nach guten Restaurants fragen, bekommen wir auch hierzu gute Tipps. Noch am ersten Nachmittag auf der Insel unternehmen wir einen kleinen Spaziergang und schauen in einem Restaurants vorbei. Die Inhaberin bestätigt, dass sie eine gute Küche hat, dass aber ihre Schwester im Nachbar-Restaurant noch viel besser kocht. Als wir dort ebenfalls noch einmal vorstellig werden, bekommen wir vom Mann der Schwester zu hören, dass beide gleich gut kochen, aber seine Schwägerin zu faul ist und deshalb Gäste zu ihnen schickt. Lustige Leute! Die Speisen in den insgesamt drei empfohlenen Restaurants sind insgesamt sehr lecker, auch wenn wir einen Favoriten haben.
21.03.2025: Inselerkundung
Das Wetter ist schön und so mieten wir uns ein kleines Moped, um die Attraktionen der Insel zu erkunden. Eine Vermietung finden wir gleich außerhalb des Resorts und so geht es auch schon los. Nach ein paar hundert Metern entdeckt Bee eine Affenfamilie, die sich leider bis auf einen auf die Bäume zurückziehen. Unser erstes Ziel ist eine Aussichtsplattform, von der aus die Dugong (Seekühe) zu beobachten sind. Doch erst einmal heißt es, eine endlos scheinende Treppe hinaufzusteigen und eine Höhle zu erforschen. Die Höhle ist nicht ohne und das Seil, um sich abzusichern und hinaufzuziehen, hat definitiv seine Berechtigung. Allerdings verzichten wir die letzten 10 Meter bis zum Ausgang, da diese über scharfkantige, hohe Felsen führen. Ich weiß nicht, ob unsere Flip Flops das ausgehalten hätten. Also wieder nach unten abseilen und die andere Abzwigung auf der Treppe nehmen. Diese führt wieder nach unten und wir sind ein wenig erstaunt, dass wir wieder auf dem gleichen Level sind wie das Eintrittshäuschen für den Nationalpark. Das hätte uns der Ranger auch gleich sagen können, mmmhhhhh.
Ansonsten ist er aber nett, und statt 400 Baht für den Nationalpark muss ich nur 100 Baht bezahlen. Die Aussichtsplattform ragt allerdings nicht weit ins Meer hinaus, wie es noch auf Bildern zu sehen ist, sondern ragt nur bis zum Anfang der Wasserlinie. Das Meer ist dummerweise etwas bewegter, so dass sich die Dugongs in eine andere Ecke zurückgezogen haben. Super schade, da wohl zumindest zwei von ihnen regelmäßig zu sehen sind. Aber es gibt immerhin eine Figur, mit der man sich fotografieren lassen kann. Wir fahren noch zu vier Stränden, von denen allerdings zwei bei einem Sturm stark gelitten und viel Sand verloren haben. Bei einem sind außerdem viele Palmen entwurzelt, was wirklich sehr schade unnd kein schönes Bild ist. Auf der Suche nach "Stone-Bridge" muss sich Bee bei Einheimischen durchfragen, da generell sehr wenig und schlecht ausgeschildert ist. Aber letztlich finden wir den richtigen Zugang. Leider haben wir keine Badesachen dabei, da es hier richtig schön ist. Am Abend entschädigt uns der Sonnenuntergang für die Dugongs, die wir nicht zu Geesicht bekommen haben.
22.03.2025: Sonne, Strand und Meer
Es ist Samstag und wir gönnen uns einen freien Tag am Strand. Das Frühstück im Hotel ist gut und abwechslungsreich, das Personal im Restaurant wie überall im Hotel ausgesprochen herzlich und zuvorkommend und die Liegen am Strand und am Pool sind bequem, so dass wir den Tag in vollen Zügen genießen. Das Wasser im Meer ist sehr klar und angenehm warm. Ideal zum Baden, beim Schwimmen empfiehlt sich jedoch eine Schweimmbrille, da etwas weiter draußen im Meer ein paar, unter Wasser hoch aufragende Felsen sind. Wir gönnen uns einen Sundowner und treffen uns später zum gemeinsamen Abendessen. Das guten Essen erinnert uns daran, dass wir bereits morgen die Insel wieder Verlassen und nach Koh Lanta weiterziehen. Wir sind schonn ein wenig traurig, dass dies unser letzter Abend auf dieser Insel sein soll. Hier würden wir es gut noch ein, zwei weitere Tage aushalten.
23.03.2025: Von Koh Libong nach Koh Lanta
Beim Auschecken unserer Zimmer werden wir ausgesprochen herzlich und liebevoll verabschiedet. Das Personal wie insgesamt die Einwohner dieser Insel muss man einfach ins Herz schließen und wir versprechen, wiederzukommen. Nach einem Gruppenfoto fahren wir zum Pier, wo das Boot bereits auf uns wartet. Auf der Rückfahrt gibt es ein kleines Bootsrennen mit einem anderen Longtailboot. Auf dem Festland nimmt uns unser Fahrer wieder in Empfang und los geht es auf die Insel Koh Lanta. Auf der großen Insel gibt es nur wenige schöne Strände, und wir haben uns einen der schönsten, wen nicht den Schönsten für unsere Unterkunft ausgewählt.
Am Nachmittag prüfen wir das Angebot an Restaurants und sind uns sicher, das Beste ausfindig gemacht zu haben. Wir reservieren einen Tisch, da am Abend eine Feuershow hier stattfinden soll. Diese erweist sich dann auch als sehenswert, super gemacht!
24.03.2025: Hotelinspektion und Strandleben
Heute Vormittag inspizieren wir das Hotel. Es gibt insgesamt acht Zimmerkategorien und 54 Zimmer in diesem Resort. Die Zimmer sind durchgängig in einem guten Zustand, könnten aber mit etwas mehr Flair oder liebevoller eingerichet sein. Kritikpunkte sind, dass es bei voller Belegung sicherlich zu wenige Strandliegen gibt und dass, wer frisch zubereiteten Kaffee möchte, diesen extra bezahlen muss. Das gab es früher öfter in Thailand, ist mittlerweile jedoch aus der Zeit gefallen. Vielleicht bewirkt unsere Kritik ja etwas. Weiter hinten in der Anlage laufen uns ein paar Affen über den Weg. Der eine von iihnen schaut erst etwas grimmig, zeigt uns dann allerdings seinen Allerwertesten. Den Nachmitttag verbringen wir am Strand und gehen noch einmal das Programm für die kommenden Tage durch.
25.03.2025: Speedboot-Tour nach Koh Ha und Koh Rok
Ursprünglich hatten wir zwei Tagestouren mit dem Longtailboot nach Koh Haa und nach Koh Rok geplant. In Rücksprache mit Ilka und Tilo sowie angesichts der wenigen Strandtage haben wir vereinbart, daraus eine Tagestour mit dem Speedboot zu machen. Wir werden pünktlich am Strand vor dem Hotel abgeholt und schon geht es los. Der Kapitän und seine beiden Mitarbeiter sind super freundlich und wir freuen uns auf zwei der schönsten Schnorchel- und Tauchreviere zwischen Phuket und dem Tarutao-Nationalpark. Mit dem Speedboot sind wir recht schnell an unserem ersten Schnorchelspot vor Koh Haa. Das Wasser ist glasklar und neben den Korallen gibt es viele Fische zu beobachten, unter anderem Schwärme von Barrakudas. Die eine Seite von Koh Haa ist ideal für Schnorchler, während das Tauchrevier auf der rückwärtigen Seite liegt, wo auch gute Chancen auf die Sichtung von Haien besteht.
Wir bleiben etwas länger, um zu sehen, wann die anderen Boote beginnen, den Spot zu verlassen. Dann fahren wir selbst weiter nach Koh Rok. Als wir dort ankommen, haben wir langsam etwas Appetit und beschließen, erst einmal etwas zu essen. An Bord sind unsere Lunchboxen, deren Inhalt mehr als üppig ausfällt. Doch vorher ist noch ein Besuch der Toiletten angesagt. Auf einmal jören wir spitze Schreie aus der Damentoillette. Dort hat einer der auf der Insel lebenden Warane vorbeigeschaut, der aber, mehr oder weniger, freiwillig das Feld wieder geräumt hat. Doch zurück zum Essen. Wir haben am Vortag abgesprochen, dass wir alle authentisches Thaifood habben möchten. Das ist auch sehr schmackhaft zubereitet und nachdem wir fertig sind, nimmt sich die Besatzung ihren Anteil und nach und nach kommen noch Crewmitglieder von anderen Booten und Angestellte des Nationalparks, die hier ihren Dienst verbringen. Wir verstehen so langsam, dass alle anderen Boote eine, auch geschmacklich, ziemlich langweilige Zusammenstellung an Speisen hat, die auf den Geschmack vieler westlicher Besucher ausgericht ist. Daher freuen sich alle über unsere Speisenzusammenstellung. Die Schnorchelspots hier sind übrigens ebenfalls sehr schön und wir entdecken u.a. zwei große Kugelfische. Schade, dass wir keine, bzw. keine gute Unterwasserkamera dabei haben.
26.03.2025: Unser letzter gemeinsamer Tag mit Ilka und Tilo
Heute haben Ilka und Tilo ihren letzten Tag in Thailand, bevor es morgen für die beiden wieder zurück nach Deutschland geht. Wir verbringen deshalb einen ganz entspannten Tag am Strand, genießen einen leckeren Sundowner, wo uns eine etwas skurile, aber total nette Blumenfrau (trotz gezücktem Messer) über den Weg läuft. Abends gehen wir in unser Stammrestaurant an diesem Strand, wo wir ein Gruppenfoto mit dem Personal schießen und auch nachdem schon alle Lichter gelöscht sind, erst sehr langsam den Rückweg ins Hotel antreten.
27.03.2025: Hotelwechsel und Inselrundfahrt
Für heute haben wir ein Auto gemietet, so dass wir nach dem Hotelwechsel ins Rawi Warin noch die Insel erkunden können. Doch erst einmal heißt es schweren Herzens Abschied nehmen von unseren Freunden. Bereits bei unserere Ankunft auf der Insel vor ein paar Tagen waren wir nicht schlecht erstaunt, wie sehr sich hier alles verändert hat. Vieles haben wir auf den ersten Blick überhaupt nicht wiedererkannt, einiges auch nicht auf dem Zweiten. Wir fahren zunächst ins Hotel, um einzuchecken, eine Inspektion der Anlage durchzuführen und unser Gepäck abzustellen. Auch diese Anlage wurde im Vergleich zu unserem allerersten Besuch vor vielleicht 18 Jahren komplett neu aufgebaut.
Vor allem hat es sich stark vergrößert und stellt mittlerweile über 180 Zimmer. Nachdem wir im Hotel alles geregelt haben, fahren wir als erstes quer durch die Insel nach Lanta Old Town. Der kleine Ort hat ein Pier und bietet einen Straßenzug mit Geschäften, die mehr oder weniger das gleiche anbieten sowie ein paar Restaurants. Wir haben einen Tipp bekommen und beschließen, dort eine Kleinigkeit zu Mittag zu essen. Die Bedienung ist freundlich, das Restaurant gemütlich gestaltet und das Essen wirklich lecker. Vor allem die Beleuchtung hat unser Interesse geweckt, insbesondere die Figur aus Holz. Auf der Weiterfahrt kommen wir an einem Viewpoint vorbei, dessen Café bzw. Restaurant sehr szenisch auf einem Hügel liegt. Vor dort geht es weiter nach Baan Saladan im Norden der Insel. Der Ort ist etwas größer und sein Pier Start- und Ankunftspunkt für Fähren und viele Bootstouren. Viel zu sehen gibt es bis auf ein paar Affen allerdings nur wenig. Deshalb fahren wir zu einem weiteren Restaurant-Tipp. Hier sind fast ausschließlich Thais als Kunden zu sehen und so beschließen wir, heute Abend zum Essen wiederzukommen. Eine sehr gute Entscheidung, wie wir beim Abendessen feststellen. Eine Anmerkung noch. Wie auf dem letzten Bild zu sehen ist, kann man auf Koh Lanta auch schnell eine Unterkunft an einem wenig optimalen Strand wählen.
28.03.2025: Der letzte Tag am Meer
Unser letzter Tag am Meer und in Südthailand bricht an. Wir beschließen, ihn in aller Ruhe am Strand zu genießen. Gegen Mittag ereilt uns dann die Nachricht, dass es in Myanmar ein Erdbeben gegeben hat und ein Ausläufer Bangkok getroffen hat. Dort wurde ein im Bau befindliches Hochhaus von der Welle erwischt und ist in sich zusammengefallen. Dieses spektakuläre und schlimme Ereignis für alle betroffenen Bauarbeiter wurde offensichtlich sehr öffentlichkeitswirksam von den Medien aufgegriffen. Wir haben mit unseren Freunden und Guides in ganz Thailand telefoniert, um zu erfahren, wie schlimm es wirklich ist und sind erleichtert, Entwarnung geben zu können. Alle haben, wenn überhaupt, von kleinen Vorkommnissen wie Wasser, das aus einem Aquarium geschwappt ist und Sachen, die aus Regalen gefallen sind, berichtet. Selbstverständlich kann es noch Nachbeben geben. In der Vergangenheit gab es schon immer hin und wieder Erdbeben in Myanmar, deren Auswirkungen auf Thailand sich allerdings auf den Norden des Landes beschränkten.
Die Folgen waren immer übersichtlich, am medienwirksamsten waren vor ein paar Jahren Schäden am berühmten "Weißen Tempel von Chiang Rai". Selbst in Bangkok waren immer wieder mal die Wellen der Ausläufer zu spüren, aber ohne dass irgendetwas wirklich Nennenswertes passiert ist. Wer als Tourist befürchtet, dass doch noch etwas Schlimmes passieren kann, hat die Möglichkeit, sich in die Krisenvorsorgeliste (ELEFAND: krisenvorsorgeliste.diplo.de/signin) des Auswärtigen Amtes einzutragen.
Wir selbst sorgen uns viel stärker um die betroffenen Einheimischen in Myanmar, da wir dort in den vergangenen Jahren viele, liebe Menschen kennenlernen durften. Wir haben zumindest in Erfahrung bringen können, dass die Familie von Htet Htet und auch Axel mit Ei Ei wohlauf sind. Da wir auf Grund der politischen Situation und der Reisewarnung des Auswärtigen Amtes seit einigen Jahren keine Reisen mehr nach Myanmar anbieten können, haben wir leider nur noch sehr eingeschränkte Kontaktmöglichkeiten. Wir wünschen allen unseren Freunden und früheren Geschäftspartnern, dass sie alle gesund und munter sind.
29.03.2025: Rückreise nach Bangkok
Es ist soweit, wir checken aus und machen uns bereit für die Rückreise nach Bangkok. Der Tag meint es gut mit uns, da wir einen Shared-Transferservice gebucht haben, aber die einzigen Gäste sind. So können wir mit dem Fahrer problemlos klären, wenn wir eine Pause oder einen Stopp für etwas Kühles zu trinken machen möchten. Als wir beim Pier ankommen, erwartet uns allerdings erst einmal eine lange Schlange, die uns locker eine Stunde kostet. Gut, dass wir rechtzeitig aufgebrochen sind. Die Fähren sind schon kleine Seelenverkäufer, bei denen man sich nicht des Eindrucks erwehren kann, dass das, was unten wegrostet, oben einfach wieder draufgeschweit wird.
Wir kommen abends in Bangkok an und so fahren wir gleich in ein Restaurant, wo bereits unsere Freunde und ein Abschiedsessen mit ihnen auf uns warten. Danach checken wir im Hotel. Wir bleiben diesmal in Flughafennähe und nehmen das Golfhotel, welches wir bereits letztes Jahr erfolgreich getestet haben. Die Zimmer bieten viel Platz, der Service ist gut, das Frühstück auch und es gibt neben einem Fitnessraum, der seinen Namen verdient, auch einen sehr schönen Pool.
30. bis 31.03.2025: Organisatorisches
Reiseergebnisse konsolidieren, kleinere Einkäufe und weitere nicht erwähnenswerte Dinge bestimmen die Tage. Deshalb gibt es an dieser Stelle auch nichts mehr zu berichten.
01.04.2025: Rückflug
Obwohl es der 01. April ist, klappt alles reibungslos und wir sind inzwischen wieder gut in Hamburg gelandet. Ob wir noch einmal Finnair wählen würden, weiß ich allerdings nicht. Die Flieger sind neu und modern, das Personal freundlich. So weit, so gut. Wir haben Premium Eco gebucht. Im Unterschied zu anderen Airlines darf bei Finnair jedoch nur ein Koffer aufgegeben werden. Über Geschmack und Qualität der Speisen kann man unterschiedlicher Meinung sein. Was aber so gar nicht geht, sind die Befestigungen der Sitze. Unter dem Sitz des Vordermanns ist nur Platz für einen Fuß, will man den Zweiten ausstrecken, muss man dies in den Gang hinein machen und hoffen, dass niemand drauftritt oder der Servicewagen dagegen fährt. Unter entspanntem Fliegen stelle ich mir dann doch etwas anderes vor.































































































































































